Anbautipps für Sonnenblumen
Die Sonnenblume, regional auch Sonnenrose, Gottesauge, Goldblume oder Sonnenkrone genannt, ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Die großen Blütenköpfe enthalten einen Kranz großer, gelber (bei manchen Sorten auch rötlicher oder bräunlicher) Zungenblüten und darin eine Fläche brauner Röhrenblüten. Diese enthalten reichlich Pollen und Nektar, weshalb Bienen und Hummeln die großen Blüten lieben.
Die echte Sonnenblume ist immer einjährig. Was manchmal als Staudensonnenblume bezeichnet wird, sind verwandte Arten wie z.B. Topinambur mit einer ähnlichen, aber kleineren und oft späteren Blüte.
In unserem Sortiment bieten wir eine große Vielfalt verschiedener Sonnenblumenformen und -farben an: von niedrigen, kompakten Pflanzen ab 60 cm Höhe mit vielen Blütenköpfen bis hin zur Riesensonnenblume mit einem riesigen Blütenteller in bis zu 3 m Höhe.
Sonnenblumen anbauen
Der richtige Standort für Sonnenblumen
Die Sonnenblume liebt humus- und nährstoffreichen Boden und viel Sonne. Im Schatten bilden die Pflanzen weniger Blüten.
Vor allem die hochstängeligen Sorten eignen sich sehr zur Pflanzung entlang eines Zauns. Aber auch als Einzelpflanzen innerhalb des Blumenbeetes kommen sie gut zur Geltung.
Sonnenblumen können zudem zur Gründüngung verwendet werden, ergänzend auch in Mischungen mit anderen Gründüngungspflanzen.
Sonnenblumen aussäen und anziehen
Die Anzucht kann in Töpfen im Haus ab April geschehen, die Samen keimen bei 15 °C innerhalb von 1 bis 2 Wochen. Die Jungpflanzen können dann nach dem letzten Frost Mitte/Ende Mai ausgepflanzt werden. Sonnenblumensamen können zu diesem Zeitpunkt auch direkt ins Beet gesät werden.
Zur Gründüngung werden Sonnenblumen von April bis August direkt ins Beet ausgesät.
Weitere Pflege
Einzeln stehende, hohe Sonnenblumen werden bei Bedarf angebunden, wenn sie umzufallen drohen. Kompostgaben oder Brennesseljauche-Düngung danken die Pflanzen mit üppigem Wachstum. Eine gute Wasserversorgung ist wichtig.
Sonnenblumen ernten und lagern
Schnittsonnenblumen bleiben länger frisch, wenn sie morgens geerntet und direkt vor dem Einstellen in die Vase schräg angeschnitten und mit dem Stielende kurz (ca. 3 Sekunden) in heißes Wasser gehalten werden. Beginnt eine Blüte zu welken, hilft frisches Wasser und wiederholtes Anschneiden.
Sonnenblumen verarbeiten und verwenden
Sonnenblumen werden landwirtschaftlich als Ölfrucht angebaut. Die Kerne werden zudem geschält zum Verzehr angeboten. Auch bei Vögeln sind die Kerne sehr beliebt. Die verblühten Köpfe können für die Vögel stehenbleiben oder aber abgeschnitten und an einem warmen, luftigen Ort getrocknet und im Winter als Vogelfutter hingehängt werden. Man kann die Kerne natürlich auch selbst essen, das Entfernen der Schale ist ohne Schnabel allerdings etwas aufwändiger.
Wissenswertes
Im 16. Jahrhundert wurden Sonnenblumensamen von spanischen Seefahrern nach Europa gebracht; die wilde Sonnenblume stammt aus Nord- und Mittelamerika. Ihr Anbau fand schon 2500 v. Chr. durch die Inkas statt, für die die Pflanze ein Abbild des Sonnengottes darstellte.
Gut nachvollziehbar, denn die jungen Blütenköpfe der Sonnenblume drehen sich im Laufe des Tages von Ost nach West, also so, dass sie immer zur Sonne ausgerichtet sind (Heliotropismus). Dies geschieht, indem ihr Stängel auf der Schattenseite schneller wächst als auf der Sonnenseite.
Nachts wachsen sie stärker auf der Westseite und drehen sich dadurch zurück nach Osten. Manche moderne Sorten haben diese Eigenschaft nicht.
Passendes Saatgut finden Sie hier:
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