Anbautipps für Zucchini und Rondini
Die von uns angebotenen Zucchini und Rondini zählen nicht zu einer botanischen Kategorie. Die Mehrheit ist verwandt mit den Gartenkürbissen (Curcubita pepo) und kann sich daher auch mit diesen kreuzen, einige wenige Sorten gehören den Arten Curcubita moschata und Lagenaria siceraria an. Alle werden jedoch wie Zucchini verwendet. Die meisten unserer Sorten wachsen buschig. Rankende Sorten sind im jeweiligen Sortentext beschrieben.
Zucchini und Rondini anbauen
Zucchini sind eine gute Kultur für Anfänger*innen – der Anbau gelingt leicht, und die Pflanzen sind sehr ergiebig (meist reichen ein bis zwei Pflanzen für einen durchschnittlichen Haushalt). Der Anbau in 2 bis 3 Sätzen (also 2 bis 3 Aussaaten mit einigen Wochen Abstand) verlängert das Erntefenster. Die Pflanzen der verschiedenen Sätze sollten nicht nebeneinander gepflanzt werden, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden.
Der richtige Standort für Zucchini und Rondini
Zucchini und Rondini sollten mit ausreichend Platz angebaut werden, damit sie nach Tau oder Regen schnell abtrocknen können (Sortenhinweise beachten). Dies beugt dem Befall von Mehltau vor.
Am besten wachsen sie an einem sonnigen Standort mit humosem Boden. Auch der Anbau in einem großen Topf ist möglich, hierfür muss jedoch eine kleinwüchsige Sorte gewählt und auf gleichbleibende Feuchtigkeit geachtet werden.
Zucchini und Rondini aussäen und anziehen
Zucchini- und Rondini-Sorten werden idealerweise direkt in größeren Anzuchtgefäßen (etwa 10er Töpfe) gesät. Diese sollten feucht, aber keinesfalls nass gehalten werden. Nach den Spätfrösten können die Pflanzen Mitte Mai gesetzt werden. Auch eine Direktsaat ist von Mai bis Juni möglich.
Weitere Pflege
Zucchini sind Starkzehrer und freuen sich über eine großzügige Versorgung mit Kompost. Bevor ihr Blätterdach über dem Boden schließt, sollten sie regelmäßig gehackt werden. Wer nicht hacken will, kann direkt nach der Pflanzung Mulch um die Pflanzen verteilen, welcher die Beikräuter unterdrückt, die Bodenlebewesen nährt und den Boden feucht hält. Weitere Pflegemaßnahmen sind in der Regel nicht erforderlich.
Zucchini und Rondini ernten und lagern
Die Früchte können abgedreht oder abgebrochen werden, hierbei ist darauf zu achten, die Pflanzen nicht zu verletzen. Kleine Früchte sind zarter und delikater als große. Praktischerweise lässt eine häufige Ernte viele Früchte nachwachsen! D.h. Früchte können ruhigen Gewissens schon klein (10 bis 25 cm) entnommen werden. Es passiert schnell, dass eine Frucht übersehen wird, die dann „plötzlich“ überraschend und riesengroß zwischen den Blättern auftaucht.
Die üblicherweise jung geernteten Früchte sind nicht lange lagerfähig, wohingegen die ausgereiften Früchte mit harter Schale wie Kürbis aufbewahrt und verwendet werden können.
Zucchini und Rondini verarbeiten und verwenden
Junge Früchte werden mit Schale verarbeitet und sind für viele Menschen der Inbegriff des sommerlichen Geschmacks. Ob mit Tomaten in einer Soße, als Lasagne überbacken, roh geraspelt im Salat oder als Zucchinisuppe – die Verwendungen sind vielfältig.
Weniger bekannt ist die Nutzung der ausgereiften Früchte wie Winterkürbis.
Wissenswertes
Achtung! C. pepo-Sorten können sich mit Zierkürbissen verkreuzen, welche giftige Bitterstoffe enthalten. Die durch solche Kreuzungen entstehenden Samen sind giftig und würden ausgesät im Nachbau bitter Früchte bringen. Bittere Zucchini sind giftig und dürfen nicht verzehrt werden!
Wer eigenes Saatgut verwenden will, informiere sich deshalb genau, auf was bei der Vermehrung von Kürbis und Zucchini geachtet werden muss, z.B. hier.
Passendes Saatgut finden Sie hier:
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(Jan. bis Okt. Mittwoch 18-20 Uhr)
