Beschreibung
Schwarzer Senf ist eine klassische Ackerbaukultur. Im Hausgarten kann er als Kuriosität angebaut werden. Diese Sorte kann bei sehr guten Bedingungen bis zu zwei Meter hoch werden, blüht insektenmagnetisch und gelb. Die Samen schmecken schärfer als Gelbsenf und haben eine leichte Meerrettich-Note.
Aussaat, Anzucht und Anbau
Schwarzer Senf kann breitwürfig oder in Reihen gesät angebaut werden. Letzteres hat den Vorteil, dass er besser gehackt und ggf. gejätet werden kann.
Ernte und Lagerung
Die Ernte der Samen erfolgt, sobald die Schoten hellbeige und trocken werden. Es empfiehlt sich, lieber ein bisschen früher als zu spät zu ernten, da die Schoten bei Vollreife leicht aufspringen und das Saatgut dann ausfällt. Schwarzer Senf reift im Trockenen gut nach und kann später auf einem Sieb oder über einer Schüssel ausgerieben werden. Mit Sieben und Pusten kann das Saatgut relativ leicht auch mit einfachen Mittel gereinigt werden.
Verarbeitung und Verwendung
Die Samen können entweder als Gründünger im eigenen Garten verwendet werden (Fruchtfolge beachten, siehe unten), als scharfe Keimsprossen für Salat-Topping genutzt oder – in Kombination mit Gelbsenf – zu scharfem Senf verarbeitet werden.
Wissenswertes
Schwarzer Senf gehört ebenso wie der Weiße oder Gelbsenf zu den Kreuzblütern. Wer im Hausgarten viel Radieschen, Rettich, Kohl oder andere Brassicaceen anbaut, sollte gut auf die Fruchtfolge achten: Eine Anbaupause zwischen den verschiedenen Kohlgewächsen sollte mindestens drei Jahre betragen.
Anbaudaten
| Freie Sorte | |
| Direktsaat: | April |
| Saatabstand: | 30x5 |
| Saattiefe: | ca. 1 cm |
| Inhalt reicht für: | ca. 2 m² |
