Anbautipps für Topinambur
Die Knollen der Topinambur gelten als gesunde und stärkefreie Alternative zu Kartoffeln. Die auch als Sonnenwurzeln bezeichneten wüchsigen Pflanzen stammen ursprünglich aus Nordamerika. Sie sind mit der Sonnenblume verwandt und bilden kleine, leuchtend gelbe Blüten.
Topinambur anbauen
Je nach Streuung der Knollen (Entfernung der Knollen zum Stengel) können sich Topinambur über die Jahre stark ausbreiten. Um dies zu vermeiden, empfehlen wir Sorten mit geringer oder mittlerer Streuung sowie eine Kulturführung ähnlich der Kartoffeln: einjährig, gehäufelt und mit ausreichend Abstand sowohl zwischen den Reihen als auch in der Reihe.
Die oft empfohlene Wurzelsperre ist bei dieser Kulturführung nicht notwendig. So werden die Knollen außerdem schön groß und lassen sich leicht ernten.
Möchte man die Knollen irgendwann wieder ganz loswerden, empfiehlt sich von Anfang an der Anbau mit Häufeln oder in Dämmen. Dies erleichtert die fast komplette Ernte. Der Durchwuchs im Folgejahr ist gering und lässt sich einfach herausziehen, und wer dies konsequent tut, wird auch keine Probleme mit verwilderten Topinambur bekommen.
Der richtige Standort für Topinambur
Topinambur sind anspruchslos und wachsen an so gut wie jedem Standort. Da sie bis zu drei Meter hoch werden, ist ein Abstand von 80 bis 100 cm zum nächsten Beet ratsam.
Topinambur aussäen und anziehen
Die Knollen werden von Januar bis April in die Erde gebracht.
Weitere Pflege
Das Häufeln der Topinambur lohnt sich auch aus dem Grund, dass die hohen Pflanzen dann weniger schnell umkippen.
Topinambur ernten und lagern
Die zahlreichen, winterharten Wurzelknollen werden im Herbst ausgegraben und im Keller in feuchtem Sand eingelagert. Alternativ können sie bis zum Verzehr im Boden belassen werden, allerdings freuen sich dann unter Umständen auch die Wühlmäuse daran.
Topinambur verarbeiten und verwenden
Die nussig-süßlich schmeckenden Topinambur können roh oder gegart verzehrt werden. Roh als fein geriebener Salat mit Nüssen und Äpfeln, gebacken als Chips oder wie Ofenkartoffeln, gedünstet oder gebraten – die Verarbeitungsformen sind vielfältig! Durch Kochen verlieren Topinambur an Geschmack.
An Stelle von Stärke enthalten sie den Ballaststoff Inulin sowie Fruchtzucker und werden daher auch als Diätspeise verwendet.
Wissenswertes
Häufig werden Topinambur in einer Ecke des Gartens eher extensiv und mehrjährig angebaut. Auf diese Weise vermehren sie sich jedoch immer weiter und es wird schwierig, sie einzudämmen. Zudem werden die Knollen von Jahr zu Jahr kleiner, da ihnen der Platz fehlt.
Eine Ausbreitung der Topinambur außerhalb des Gartens sollte vermieden werden.
Für empfindliche Mägen sind Topinambur zunächst nicht leicht verdaulich und können Blähungen hervorrufen. Jedoch können sich die Darmbakterien bei regelmäßigem Verzehr eher geringer Mengen gut daran gewöhnen. Inulin stabilisiert zudem den Blutzuckerspiegel und entlastet damit Stoffwechselorgane.
Helianthi (Helianthus strumosus) ist eng mit Topinambur (Helianthus tuberosus) verwandt, wird genauso angebaut und genutzt, hat aber einen milderen Geschmack (ähnlich der Schwarzwurzel) und eine kürzere Garzeit. Auch er enthält Fruchtzucker und Inulin statt Stärke.
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(Jan. bis Okt. Mittwoch 18-20 Uhr)
