Anbautipps für Basilikum
Für viele Menschen ist Basilikumduft der Inbegriff des Sommers. Bekannt ist insbesondere die grüne Sorte Genoveser mit annähernd eiförmigen, aufgewölbten Blättern, doch die Vielfalt ist deutlich größer. In unserem Sortiment finden sich klein- bis großblättrige sowie tief rote bis zart grüne Basilikumsorten. Und nicht nur in Wuchsform und Farbe unterscheiden sie sich, sie betören auch mit verschiedensten Duft- und Geschmacksnoten von klassischem Basilikumaroma über Zitrone und Zimt bis zu Anis und Lakritz.
Neben dem schon sehr vielfältigen Ocimum basilicum bieten wir auch weitere Arten der Gattung Ocimum an, die sich in Aussehen, Aroma, durch etwas festere Blätter und/oder weniger Empfindlichkeit gegen kühle Witterung von ersterem unterscheiden.
Basilikum anbauen
Der richtige Standort für Basilikum
Als Sonnenanbeter sollte Basilikum an einen sehr warmen Platz im Garten, Hochbeet oder auf dem Balkon gepflanzt werden. Basilikum wird gern zwischen andere wärme- und nährstoffliebende Pflanzen wie Tomaten oder Paprika gesetzt. Allerdings kann frische Düngung zu Problemen führen, besser ist ein humoser Boden und Düngung mit feinem, reifem Kompost.
Auch Schnecken sind sehr begeistert von dem zarten Kraut, daher kann der Anbau im Topf erfolgreicher sein. Dieser kann dauerhaft im Haus, z.B. auf einer hellen Fensterbank, gelingen.
Basilikum aussäen und anziehen
Basilikum wird zwischen Februar und Mai bei Temperaturen zwischen 20 und 25 °C an einem lichten Standort (auf einer sonnigen Fensterbank) in einer Aussaatschale oder einem Topf vorgezogen. Die Erde mit einer Sprühflasche feucht halten und die Samen nicht bedecken, da Basilikum zu den Lichtkeimern gehört.
Von wenig verzweigenden Sorten werden beim Pikieren etwa fünf kleine Pflänzchen gemeinsam in einen Topf gepflanzt (etwas tiefer setzen als zuvor), stärker verzweigende werden einzeln pikiert. Nach etwas Abhärtung dürfen sie dann ab Mitte/Ende Mai, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, nach draußen.
Soll Basilikum dauerhaft als Topfkultur auf der hellen Fensterbank stehen bleiben, kann durch frühere und spätere Aussaatzeitpunkte die Erntesaison ganz einfach um mehrere Monate verlängert werden. Lediglich in den dunklen Wintermonaten benötigen die Pflanzen zusätzliche Beleuchtung, um die Tage künstlich zu verlängern.
Weitere Pflege
Basilikum ernten und lagern
Basilikum verarbeiten und verwenden
Die sehr aromatische Würzpflanze wird am besten frisch und roh verwendet, da sie getrocknet und gekocht an Würzkraft verliert. Bekannt und beliebt für die frische Nutzung sind Caprese (Tomate, Mozarella und Basilikum), frisches Pesto oder Tomatensoße mit Basilikum verfeinert.
Aber auch in Antipasti und Salaten, als Würzblättchen auf dem Brot oder – je nach Aroma der jeweiligen Sorte – zur Garnierung von süßen und herzhaften Speisen ist Basilikum vielfältig verwendbar.
Wichtig ist: Basilikum sollte nicht mitgekocht, sondern bei warmen Speisen erst zum Schluss hinzugefügt werden.
Als Teepflanze ist insbesondere das Tulsi-Basilikum bekannt, doch können auch alle anderen Basilikumsorten zu frisch-aromatischen Tees zubereitet werden.
Mit Salz und Olivenöl kann der Geschmack als Pesto ansatzweise konserviert und mit in den Winter genommen werden; alternativ werden einzelne Blätter eingefroren und bei Verwendung gefroren zerkrümelt.
Wissenswertes
Als Ursprung von Basilikum wird der subtropische Nordwesten Indiens vermutet. In Indien gilt Ocimum tenuiflorum (Tulsi) noch heute als heilig. Seit dreitausend Jahren wird Basilikum in Südasien kultiviert, die Nutzung in Ägypten reicht bis ins Altertum zurück, in Mitteleuropa ist Basilikum mindestens seit dem 12. Jahrhundert bekannt. In den Subtropen ist die Pflanze mehr-, unter gemäßigtem Klima einjährig.
Hierzulande ist Basilikum das im Einzelhandel wichtigste Topfkraut. Diese im Supermarkt angebotenen Basilikumtöpfe sollten auf mehrere Töpfe vereinzelt werden, damit sie ausreichend Platz für ihre Entwicklung haben.
Es ist möglich, von Basilikum Ableger zu machen – hierzu einfach sauber abgeschnittene Ästchen in ein Wasserglas stellen, bis sie Wurzeln bilden, und dann einpflanzen. Auch über Absenker kann Basilikum vermehrt werden.
Wenn die Pflanzen zur Blüte kommen, ziehen sie viele Insekten an. Die Blätter blühender Pflanzen bekommen einen etwas herberen Geschmack und eine festere Konsistenz. Die Blütentriebe sind ebenfalls essbar.
In der Naturheilkunde wird Basilikum eine wärmende, antibakterielle und verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben.
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