Paprikapulver aus Gewürzpaprika
Zutaten:
- Gewürzpaprika
Zubereitung:
Für generelle Anbauhinweise siehe Paprika, Perperoni, Chilli & Co.
Gewürzpaprika - mach dir dein eigenes Paprikapulver!
Gewürzpaprika eignen sich durch ihr dünnes Fruchtfleisch und den hohen Trockensubstanzgehalt besonders gut für die Herstellung von eigenem Paprikapulver.
Gewürzpaprika ernten
Wenn die Früchte ihre Reifefärbung erreicht haben, werden die Paprika ab Mitte Juli bis zum Frost im Ganzen geerntet. Der Fruchtkörper sollte gesund, unbeschädigt und ausgereift sein. Die Gewürzpaprika wird mit Stiel von der Pflanze abgeschnitten.
Gewürzpaprika trocknen
Die reifen Früchte können in einem Wohnraum nebeneinander liegend getrocknet werden. Für ein gutes Ergebnis ist eine rundum Belüftung zu gewährleisten. Eine platzsparendere Möglichkeit besteht darin, die einzelnen Gewürzpaprika an ihren Stielen aufzufädeln und sie hängend trocknen zu lassen. Während des Trocknungsprozesses werden die Paprika leicht ledrig. Sind sie fertig, dann ist bei leichtem Druck ein Knistern zu hören und einige Samen bewegen sich frei im Fruchtkörper umher.
Gewürzpaprika verarbeiten
Jetzt werden die Gewürzpaprika in die passende Größe für das spätere Zerkleinerungswerkzeug (z.B. eine elektrische Kaffeemühle oder ein Mörser) geschnitten. Die beste Herangehensweise hierfür ist, den Stiel zu entfernen, die Frucht der Länge nach aufzuschneiden und die Samen und die Scheidewände zu entfernen. Dies beeinflusst sowohl die Farbe als auch den Geschmack des späteren Pulvers. Je nach Schärfegrad sind Handschuhe und eine Maske für die Atemwege zu empfehlen.
Paprikapulver herstellen
Direkt vor der Pulverherstellung werden die vorgeschnittenen Gewürzpaprika-Stückchen noch einmal über einen längeren Zeitraum stärker getrocknet, bis die Fruchtwände bei leichtem Druck zerbrechen. Soweit vorhanden, eignen sich Trockenschränke oder ein Heizungsraum am besten zum Trocken. Wer beides nicht zur Verfügung hat, kann die Gewürzpaprika nach dem Zerkleinern noch einmal in den Backofen geben, um ihnen die Restfeuchtigkeit zu entziehen. Zu hohe Temperaturen (nicht über 60°C; Elektrobacköfen eignen sich besser als Gasbacköfen) lassen die Paprika verbrennen.
Im letzten Schritt werden die Gewürzpaprika-Stückchen mit einem der genannten Zerkleinerer zu schmackhaftem Paprikapulver verarbeitet. Auch hier kann eine Atemmaske von Vorteil sein, da sich der Feinstaub schnell im Raum ausbreitet und lange in der Luft bleibt. Während des gesamten Herstellungsprozesses ist es wichtig darauf zu Achten, sich nicht mit den Gewürzpaprika-Fingern an die Schleimhäute zu fassen, da durch die schärferen Sorten erhebliche Reizungen entstehen können.
Damit das Paprikapulver lange seine intensive rote Farbe behält, ist es gut, es in dunkle Gläser abzufüllen, da es nicht lichtbeständig ist und so mit der Zeit seine Farbe verlieren würde.
