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Pflanzenportrait: Andenbeere - Erdkirsche

Herkunft und Eigenschaften

Erdkirsche
Erdkirsche

Zwei nah verwandte und in der Bezeichnung oft verwechselte Nutzpflanzen sind die Andenbeere (Physalis peruviana) und die Erdkirsche (Physalis angulatum). Zwei aus Südamerika stammende Nachtschattengewächse, deren reife Früchte eine leckere Bereicherung aus dem Hausgarten sind. Ein weiterer gebräuchlicher Name für beide Arten ist "Kapstachelbeere", vermutlich deswegen, weil die Andenbeere von Südamerika zunächst in Südafrika eingeführt und kultiviert wurde.

In unseren Breitengraden wächst die eigentlich ausdauernde Pflanze nur einjährig. Im Freiland wird die Andenbeere ca. 1 m hoch, die Erdkirsche bleibt kleiner. Die blattachselständig stehenden Einzelblüten sind blassgelb mit dunklem Grund. Die leuchtend gelb- orangen Früchte sind bei der Andenbeere miarbellengroß, bei der Erdkirsche kirschgroß und sind von einem pergamentartigen Kelch umschlossen.


Anbau und Ernte

Andenbeere
Andenbeere

Um auch in schlechten Jahren Ertrag zu bekommen, ist es notwendig die beiden wärmeliebenden Pflanzen vorzuziehen. Die Aussaat kann zwischen Mitte Februar und März erfolgen. Wenn die beiden Keimblätter voll entwickelt sind, werden die Pflänzchen in Töpfe pikiert bis sie dann nach den Eisheiligen mit einem Abstand von 60x60 ins Freiland gepflanzt werden können.

Wer ein Gewächshaus zur Verfügung hat, kann sie auch dort hinein pflanzen, muß aber beachten, dass sie dort üppiger wachsen und mehr Platz beanspruchen. Der Fruchtertrag ist im Gewächshaus zwar früher, aber dafür geringer, da die Pflanzen vor allem "ins Kraut gehen". Im Freiland reifen die Beeren von August bis Oktober, die Erdkische reift früher, als die Andenbeere. Mit Kelch geerntete Früchte sind länger haltbar.

Bis auf ihren Wärmebedarf sind Andenbeere und Erdkirsche anspruchslos, sie haben keinen hohen Nährstoffbedarf, eine kleine Kompostgabe genügt. Die Pflanzen müssen nicht ausgegeizt werden, brauchen aber evtl. einen Stützstab. Es gibt keine besonderen Krankheits- oder Schädlingsprobleme.

Die Beeren sind erntereif, wenn der Hüllkelch sich braun verfärbt und eintrocknet, die Früchte verströmen dann einen sehr süß-aromatischen Duft.


Inhaltsstoffe und Verwendung

An Inhaltsstoffen ist der hohe Vitamin C - Gehalt zu nennen, weshalb sie früher wohl auch von Seefahrern gegen Skorbut geschätzt wurden.

Die Früchte der Andenbeere sind angenehm süß-sauer im Geschmack, die der Erdkirsche schmecken etwas eigenwilliger. Gegessen werden können die Beeren sowohl roh, als auch gekocht, zu Marmelade verarbeitet, als Kuchenbelag oder in Schokolade getaucht. Oder am leckersten - an einem heißen Augusttag bei der Gartenarbeit direkt genascht - davon kann man/frau doch bei der Aussaat im Februar schon einmal träumen...


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