Dreschflegel Bio-Saatgut

Pflanzenportrait: Spargelsalat (Autorin: Maren Uhmann)

Herkunft

Eine alte Nutzungsform der Salatpflanze Lactuca sativa ist der sogenannte Spargelsalat, die Unterart angustana. Diese wurde in China in der Zeit zwischen 600 und 900 n. Chr. entwickelt. Die Chinesen legten bei der Züchtung keinen Wert auf Blattnutzung, sondern auf dicke, saftige, wenig bittere Strünke. Diese Spezialität breitete sich im gesamten ostasiatischen Raum aus, kam aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Europa und hat zumindest heute im Erwerbsanbau keine Bedeutung- ein Grund mehr, ihn im Hausgarten zu erhalten!


Eigenschaften

Grüner Stern
Spargelsalat Grüner Stern

Bei Dreschflegel sind drei Sorten Spargelsalat erhältlich: Roter und grüner Stern haben beide schmale, spitz zulaufende Blätter und sehen im gemischten Anbau sehr schön aus. Der rote Stern ist etwas früher erntereif, wodurch sich die Ernteperiode verlängern lässt.

Die chinesische Keule verdankt ihren Namen ihrem besonders dicken Strunk. Eine weitere Sorte, die früher ebenfalls in ihrer Nutzung als Spargelsalat bekannt war, ist das Kasseler Strünkchen. Diese Sorte war im letzten Jahrhundert im nordhessischen Raum von Bedeutung, heute zählt sie eher zu den Römer- bzw. Bindesalaten, kann aber genauso (zum Beispiel wenn der Erntezeitpunkt zur Blattnutzung verpasst wurde) als Spargelsalat verwendet werden.


Anbau und Ernte

Der Anbau verläuft zunächst genauso wie bei anderen Frühsommersalaten auch. Die Pflanzen können im Februar und März ausgesät werden. Wenn sich die Keimblätter voll entwickelt haben, werden sie in Töpfchen pikiert und dann nach ca. 6 Wochen mit einem Abstand von 30x30 ins Freiland gepflanzt. Gerade in nassen Frühjahren ist es besser, Salat nicht zu tief zu pflanzen, um Fäulnis zu vermeiden.

In der Kultur sollte der Salat 1-2 Mal gehackt werden. Erntereif ist der Spargelsalat allerdings nicht, wenn die Blattrosette voll entwickelt ist, sondern erst wenn der Salat schießt. Vor Ausbildung der Blütenknospen kann er geschnitten werden. Die Blätter werden abgeschält, sie sind eher derb und bitterer als bei Blattsalaten, sie eignen sich aber wunderbar als Mulch oder als Tierfutter. Der Strunk muss ebenfalls geschält werden, um die Milchsaftkanäle zu entfernen. Übrig bleibt ein spargelähnlicher Stängel, der roh oder gekocht genossen werden kann.


Verwendung

Roh schmeckt der Spargelsalat sowohl pur, als auch fein geschnitten mit Blattsalat zubereitet. Gedünstet ist er auch sehr lecker, z.B. gemischt mit anderem Frühjahrsgemüse wie Kohlrabi und Erbsen.


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