Dreschflegel Bio-Saatgut

Pflanzenportrait: Gartenmelde

Herkunft

Gartenmelde
Gartenmelde

Gartenmelde wurde bereits zur Zeit des griechischen und römischen Altertums im Mittelmeerraum kultiviert und gelangte wie viele andere Nahrungs- und Gewürzpflanzen durch die Römer nach Mitteleuropa. Die ersten Samenfunde in Mitteleuropa stammen aus einem römischen Kastell in Süddeutschland.

Schriftliche Nachweise der Melde finden sich im Capitulare de Villis Karls des Großen (um etwa 800) und bei Hildegard von Bingen (1098-1179). In dem ersten in deutscher Sprache gedruckten Kräuterbuch von Peter Schöffler (1485) "Hortus Sanitatis gart der gesuntheit" wird sie unter der Bezeichnung "Schißmelde" erwähnt. Dieser verwirrende Name bedeutet lediglich, dass sie in die Höhe schießt.

Wie so viele andere Blattgemüse auch, verlor die Nutzung der Melde an Bedeutung, nachdem im 16. Jahrhundert der Spinat allgemein bekannt wurde.


Eigenschaften und Anbau

Die Gartenmelde gehört, wie Spinat, Mangold und rote Bete zu der Familie der Gänsefußgewächse. Sie hat kein länger dauerndes Blattrosettenstadium, sondern wächst kontinuierlich bis zu einer Höhe von bis zu 2 Metern. Wird sie nicht geerntet, entwickelt sich ein Haupttrieb mit herzförmig- dreieckigen Blättern, die mit zunehmender Höhe kleiner werden.

Die Pflanzen blühen in Rispen und bilden in der Samenreife flachrunde Fruchthüllen aus. Sie sind Windbestäuber, das heißt, dass sie auch bei einem großen Abstand noch untereinander kreuzen können. Wer sie also farbecht erhalten will, muss darauf achten, dass die verschiedenen Sorten nicht nebeneinander abblühen.

Der Anbau ist unkompliziert. Gesät wird von März bis Juli, mit einem Abstand von ca. 30x6 cm, auch ein Standort im Halbschatten ist möglich. Entweder werden fortlaufend die Blätter geerntet bis zu Beginn der Blüte oder die ganze Pflanze wird in ca. 20 cm Höhe gekappt, dann treibt sie neu aus.


Rote Gartenmelde
Rote Gartenmelde

Inhaltsstoffe und Verwendung

Gartenmelde enthält Vitamin B und C , Niacin, Kalium, Eisen und Magnesium. In der Volksmedizin war sie aufgrund ihres hohen Gehalts an Saponin von Bedeutung.

Die jungen, feineren Blätter können dem Salat beigemengt werden, ältere Blätter kann man lecker wie Spinat zubereiten. Dabei sind vor allem die bei Dreschflegel erhältlichen roten und violetten Sorten eine Bereicherung im Kochtopf und in der Salatschüssel (und natürlich im Garten!). Lässt man die Blätter nur kurz andünsten, behalten sie ihre Farbe, werden sie länger gekocht, geben sie die Farbe an das Kochwasser ab.


Übersicht Blattgemüse »»

Übersicht Pflanzenportraits »»

© Dreschflegel 2017 | Kontakt | Impressum | Sitemap | Datenschutzerklärung | nach oben nach oben